• Natur erleben in der Naturschule Grund

Der Waldboden - wertvoll durch Kleinlebewesen und Pilze

Entdeckung des Waldbodens
(+) Wir entdecken den Waldboden

Auf eine spannende Suche nach Kleinlebewesen wie Insekten, Schnecken, Würmern, Asseln und Tausendfüßlern, aber auch verschiedenartigen Pilzen, begab sich die Klasse 4b bei einer Waldexkursion mit der

> Naturschule Grund am 14. Mai 2012.

 

Alle diese Lebewesen haben im Ökosystem Wald ihre eigenen Aufgaben, z. B. zersetzen sie heruntergefallene Blätter oder abgestorbene Bäume und sorgen für nährstoffreichen Boden. Manche Tiere wie Hundertfüßer oder Laufkäfer sind als Räuber unterwegs. Junge Pflanzen und Keimlinge werden häufig von Schnecken und Insekten abgefressen; andere Pflanzen wie die "Wolfsmilch" können sich durch ihre Giftigkeit schützen.

Herr Liesendahl von der Naturschule Grund erklärte den "Lebensraum Wald" und zeigte verschiedene Tiere und Pilze vergrößert unter Lupe und Mikroskop. Einige unserer Entdeckungen stellen wir in der folgende Fotogalerie vor.

Fotogalerie

© M. Majewski


Bäche und ihre Bewohner

Weshalb sind die vielen Bäche im Bergischen Land so wichtig? Antworten darauf erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a bei einem Ausflug zur > Naturschule Grund am 19. März 2012. Herr Liesendahl, der Leiter der Naturschule, erklärte dass die Bäche im Laufe der Erdgeschichte Täler in die Landschaft geschnitten und so zum heutigen Aussehen des Bergischen Landes beigetragen haben.

Während dieser außerschulischen Sachunterrichtsstunde wurden auch kleine Tiere in ihren Lebensräumen - vor allem in fließenden und stehenden Gewässern - gesucht und beobachtet. Dazu gehörten beispielsweise der Bachflohkrebs, der gehörnte Vielaugenstrudelwurm, die Köcher- und Steinfliegenlarve, der Bachwasserläufer und andere.

Bei der anschließenden Betrachtung am Bildschirmmikroskop wurden viele dieser Lebewesen so vergrößert dargestellt, dass auch winzige Details, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind, gut sichtbar waren.

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Ein heißer Tipp für alle, die noch mehr zum Thema wissen wollen:

Auf Planet Schule gibt es eindrucksvolle Videos über Insekten am Land und im Wasser.    > Zu den Videos

Suche von Insekten  im Oelingrather Bach
(+) Suche von Insekten im Oelingrather Bach
Mit Küchensieben eingefangene Wasserinsekten
(+) Mit Küchensieben wurden Wasserinsekten eingefangen


Waldbeobachtungen im Herbst

Der Wald im Herbst
(+) Bucheckernsammeln im Herbstwald

Bei strahlendem Herbstwetter besuchten am 9. und 10. November 2011 die Klassen 4a und 4b die > Naturschule Grund, um bewusst die Veränderungen der Natur im Herbst zu erleben.

Die Mädchen und Jungen beschäftigten sich zunächst mit verschiedenen Tieren, die - jedes auf seine Weise – mit der Kälte und dem mangelnden Nahrungsangebot im Winter fertig werden.

Die ausgestopften Tiere durften die Kinder nicht anfassen, aber sie konnten z. B. die Grabehände des Maulwurfes und die Nagezähne des Eichhörnchens genau sehen. Herr Liesendahl von der Naturschule Grund zeigte ihnen auch Tierschädel. An ihnen kann man genau erkennen, welches Tier Fleisch, Pflanzen oder Nüsse frisst. An echten Fellen von Marder, Fuchs, Dachs, Wolf und Wildschwein konnten die Kinder „erfühlen“, wie sehr so ein Tierfell in Winter wärmt.

Danach ging es hinaus in den Wald. Dort lernten die Schüler zunächst den Ilex (Stechpalme) kennen, der seine Blätter im Herbst nicht abwirft. In manchen dieser Blätter waren die Gänge der Ilexminierfliegenmade zu erkennen.

Anschließend wurden Kirschkerne, Bucheckern und Eicheln gesucht, von denen einige ein Loch hatten. Die etwas größeren Löcher stammten von Mäusen, die kleineren von Maden. An einem toten Baumstamm wuchsen Birkenporlinge. Von diesem Pilz hatte sich schon „Ötzi“ vor 3500 Jahren ein Stück an einem Lederriemen um den Hals gehängt. Leider war die Zeit viel zu kurz, um den Wald und seine Bewohner noch besser kennenzulernen.

Fotogalerie

© M. Majewski